Ein Berg leerer Garnspulen...

Als der Landschaftsverband Rheinland die Tuchfabrik übernahm, präsentierte sich diese nach 30 Jahren Stillstand in einem melancholisch - traurigen Zustand. Eine grundlegende Restaurierung des Gebäudes, sämtlicher Maschinen und der vielen tausend Inventarteile war daher der erste große Kraftakt, der zu vollbringen war. Restauriert wurde liebevoll und behutsam nach den strengsten Regeln des Denkmalschutzes. Heute präsentiert sich die Tuchfabrik wieder in einem gepflegten "Gebrauchszustand", der etwa dem Zustand bei der Betriebsschließung 1961 entspricht, und fasziniert durch ihre authentische Fabrikatmosphäre.

Die Restauratoren beschränkten sich aber nicht nur auf eine Konservierung der alten Substanz. Einige wichtige Maschinen konnten wieder in Gang gebracht werden und veranschaulichen bei jeder Führung historische Technik und Arbeit. Sogar die Dampfmaschine läuft wieder! Die Maschinen der Tuchfabrik in voller Aktion zu erleben, ist eine einzigartige und höchst eindrückliche Erfahrung. Zu guter Letzt kann man die Produktion des Fabrikmuseums sogar im Laden erwerben: warme Wolldecken oder Taschen aus Lodenstoff.