Hildegard Moos-Heindrichs und Ludwig Verbeek zu Gast beim Kuchenheimer Museumsförderverein.

Euskirchen-Kuchenheim - Mit rund 50 Literaturbegeisterten war die jüngste Autorenlesung in der Kuchenheimer Dependance des LVR-Industriemuseum angesichts des dargebotenen literarischen Genres sehr gut besucht. Zeitgenössische Lyrik stand diesmal im Mittelpunkt der Reihe "Gespräch und Rezitation - Die Autorenrunde im Museum". Es lasen Hildegard Moos-Heindrichs (Jahrgang 1935) und Ludwig Verbeek (Jahrgang 1938).

Beide Bonner Autoren sind wahrlich keine unbeschriebenen Blätter. Sie konnten bei ihrer Kuchenheimer Lesung aus dem reichen Fundus vieler Bücher schöpfen. Während Hildegard Moos-Heindrichs der mit alten Tuchmachermaschinen ausstaffierten Shedhalle durch den Vortrag "textiler Texte" Tribut zollte, stellte Verbeek seinen neuesten Lyrikband "Lichtjahre und ich" vor.

Hans Bösch, der Vorsitzende des veranstaltenden Museumsfördervereins eröffnete den Abend mit einem Verweis auf die bedeutende kulturelle Rolle, die das Kuchenheimer Tuchmuseum spiele. Am Ende der in jeweils in zwei Blöcken vorgetragenen Rezitationen stellten sich Hildegard Moos-Heindrichs und Ludwig Verbeek dem angeregten Gespräch mit dem Moderator und Autor Manfred Lang.

Dabei stellte sich heraus, dass beide Dichter intensive Bindungen an Euskirchen besitzen. Hildegard Moos-Heindrichs verbrachte viel Zeit vor allem in den Ferien in der Kreisstadt, wo sie in der Bibliothek ihres Patenonkels, des Prälaten Josef Heindrichs, auch die Liebe zu Büchern und zur Literatur entdeckte.

Ludwig Verbeek wiederum ist mit dem früheren Oberkreisdirektor und Bundestagsabgeordneten Hans Verbeek verwandt, nach dem die Euskirchener Hans-Verbeek-Schule benannt ist. Außerdem unterrichtete Ludwig Verbeek während seiner Lehrerzeit auch aushilfsweise am Euskirchener Abendgymnasium.

(pp, ProfiPress)

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